Sogar die WAZ stellt den Geheimdienst „Verfassungsschutz“ in Frage:

Der Verfassungsschutz gerät immer stärker ins Zwielicht: Nun soll ein Agent sogar bei sechs der neun Döner-Morde vor Ort gewesen sein, berichten Medien. Politiker drängen nun darauf, die Rolle des Verfassungsschutzes aufzuklären.

Die Rolle des Verfassungsschutzes in der Döner-Mordserie wird immer ominöser: Nach Berichten der „Bild“-Zeitung soll ein Verfassungsschützer bei sechs der neun Morde am Tatort gewesen sein. Das habe ein Bewegungsprofil der Polizei ergeben. Zuvor hatte schon die FAZ berichtet, dass der Mitarbeiter zumindest beim letzten Mord in Kassel kurz zuvor am Tatort gesehen wurde. Auffällig soll gewesen sein: Nachdem der Mann suspendiert worden war, hörte die Mordserie auf. Ermittlungen gegen ihn wurden jedoch mangels Beweisen eingestellt.

Die Debatte um mögliche Verfehlungen des Verfassungsschutzes bekommt dadurch neue Nahrung. Dabei hatten die Sicherheitsbehörden schon früh Alarm geschlagen: Neonazis zögen auch rechtsterroristische Möglichkeiten in Betracht, warnte der damalige Vizepräsident des Bundesverfassungsschutzes, Klaus-Dieter Fritsch, 1998. Kurz zuvor hatte die Polizei die Bombenwerkstatt des jetzt aufgeflogenen Neonazi-Trios in Jena ausgehoben, die Täter konnten fliehen und tauchten unter.

Solche Warnhinweise reichen Sicherheitsexperten in Berlin jetzt wieder herum – mit einer Mischung aus Fassungslosigkeit und Verärgerung. Warum blieb die Terrorzelle so lange unentdeckt, warum wurde der Terror unterschätzt? …
Weiter auf derwesten.de ….

Das war auch bereits gestern bei der Montagsdemo in Essen ein Thema:

http://www.derwesten.de/politik/verfassungsschuetzer-wohl-bei-mehreren-morden-am-tatort-id6075177.html

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