Flaute, Wind oder Sturm …

FREIFAHRT an Rhein und Ruhr: „Ich-nehm-Dich-mit!“

5.11.2011 Samstag Freifahrtdemo in Duisburg (14 Uhr)
mit Sternfahrt von verschiedenen Städten aus:
Abfahrttermine der Sternfahrt am 5.September 2011:

  • Wesel (Niederrhein): Von Bahnhof Wesel um 13.06 ab Gleis 2 (RE) ; Treffpunkt 12.30 Uhr vor dem Bahnhofsgebäude
  • Düsseldorf: Vom Hauptbahnhof um 13:07 ab Gleis 14 (S1);
    Treffpunkt: 12.30 Uhr Bahnhofsvorplatz
  • Essen: Mit der U18 ab Essen Hbf. nach Mülheim, weiter mit S1 nach Duisburg. Treffpunkt: 11.30 Uhr Willy-Brandt-Platz
  • Dortmund: Vom Hauptbahnhof um 12.45 Uhr ab Gleis 16 (RE 1); Treffpunkt: 12.30 Uhr vor dem Haupteingang
  • Bochum: vom Hauptbahnhof um 12.56 Uhr ab Gleis 3 (RE 1); Treff 12.40 Uhr auf dem Bahnsteig

Ziel aller Gruppen ist Duisburg, wo ab 14.00 Uhr vor dem Hauptbahnhof eine gemeinsame Kundgebung stattfinden wird.

Weitere Infos unter:
bg45.de/index.php/2011/10/28/sozialticket-sternfahrt-am-5-nov-2011/ oder der Website des Bündnis der Sozialticket-Initiativen im VRR www.sozialticket.info und viele Hintergrund-Infos zum Thema: www.dielinke-nrw.de/themen/sozialticket

8.11.11 Dienstag 15:00 Uhr
Landesweites Sozialticket Anhörung im Landtag NRW

Landtagsfraktion hat zu dem Thema „landesweites Sozialticket“ eine Anhörung
beantragt. Die Anhörung findet statt am Dienstag den 08.11.2011 um 15:00 Uhr im Landtag Düsseldorf. Die Anhörung ist öffentlich. Eine rechtzeitige Anreise bis 14:30 Uhr ist zu empfehlen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. DIE LINKEN bitten darum, zu diesem wichtigen Thema die beiden Abgeordneten der
Fraktion DIE LINKE. im Landtag NRW – Bärbel Beuermann und Carolin Butterwegge – die während der Anhörung von ihrem Fragerecht Gebrauch machen werden, durch zahlreiche Teilnahme zu unterstützen.

21.11.11 Montag 18:30 Uhr
Diskussionsveranstaltung: WO BLEIBT DAS LANDESWEITE SOZIALTICKET

Im ZAKK, Fichtenstraße 40, 40233 Düsseldorf www.zakk.de/anfahrt
Diskussion und Informationsveranstaltung. Mit Bärbel Beuermann, Dr. Carolin Butterwegge, Stefan Koch, Michael Hermund, Jürgen Schirmer und Pater Wolfgang Sieffert … Mehr…

Aufruf zu einer Kampagne für ein echtes Sozialticket
Ich nehm Dich mit!

Wir wollen uns nicht mit einem Pseudo-Sozialticket zufrieden geben! Unsere gemeinsame Antwort auf das 30-Euro-Ticket des VRR ist die Aktion ‚Freifahrt‘.

Für das Flugi im PDF-Format: Auf das Bild klicken!

Mit einem an’s Revers oder die Bluse gesteckten roten Button signalisiere ich:

  • Ich kann eine weitere Person in Bus und Bahn mitnehmen!
  • Jeder Mensch hat das Recht auf Mobilität!
  • Ich bin für ein echtes Sozialticket für maximal 15 Euro!

Jede(r) BesitzerIn eines „Ticket 2000“, „Ticket 1000“, Semester-, Firmen- oder Bärentickets ist berechtigt, an Werktagen nach 19 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen ganztägig eine oder mehrere Personen kostenlos mitzunehmen.
Zeige Dich solidarisch! Steck Dir den Button an!

Wir wollen ab Anfang November beginnen, in Essen, Bochum, Duisburg, Wesel und vielen anderen Städten entsprechende Buttons unter’s Volk zu bringen.

In Düsseldorf läuft die Kampagne bereits seit geraumer Zeit. Bitte achtet auf entsprechende Hinweise auf Flugblättern oder in der Lokalpresse, wo überall die Buttons zu bekommen sind.

Zur Einführung und Werbung für die Kampagne wollen die Sozialticket-Initiativen am Samstag, dem 5.11., eine Sternfahrt unternehmen, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Von Dortmund, Bochum, Essen, Wesel und Düsseldorf fahren wir gemeinsam nach Duisburg.

Alle Infos hier in der PDF-Datei

Zum Laden des PDF-Flugblatts auf das Bild klicken !

Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) verweigert bezahlbares Sozialticket

Unsere Antwort: Aufruf zu einer Kampagne für ein echtes Sozialticket

Am 5. November 2011 gemeinsame Sternfahrt als Auftakt der AKTION ‚FREIFAHRT‘ an Rhein und Ruhr („Ich-nehm-Dich-mit!“)

Auch arme Menschen haben ein Anrecht auf Mobilität. Schon seit Jahren drängen Sozialticket-Initiativen – zusammen mit Gewerkschaften, Sozialverbänden, Erwerbslosengruppen und anderen – auf die Einführung eines Sozialtarifs in den öffentlichen Verkehrsmitteln in NRW.

Denn die Zahl der Menschen, die aufgrund ihres geringen Einkommens, einer zu schmalen Rente oder wegen der niedrigen Regelsätze in den staatlichen Sozialleistungssystemen Probleme haben, das nötige Geld für die teuren regulären Fahrscheine aufzubringen, ist riesig (zu den Gründen der Armut s. Kasten auf der Rückseite). Die Möglichkeit, Busse und Bahnen zu nutzen, ist aber unabdingbare Voraussetzung, um am allgemeinen Leben teilzunehmen. Gleich, ob es um den Besuch von Freunden oder Ärzten, die Arbeitsplatzsuche oder den Ausflug mit den Kindern “ins Grüne” geht.

Als Monatsbedarf im Regelsatz vorgesehen: max. 4 Fahrten in Preisstufe A hin und zurück

Mit einem Regelsatz von 364 € im Monat auszukommen, und mehr gibt es (neben den “Kosten der Unterkunft”) für Hartz IV-BezieherInnen und Grundsicherungsempfänger nicht, bedeutet für die

Betroffenen ständige Einschränkung. Sämtliche Ausgaben müssen sorgfältig abgewogen werden; trotzdem langt es häufig genug nicht bis zum Monatsende. Unter diesen Umständen ist selbst die Fahrt in die eigene Innenstadt, zu Veranstaltungen, Besuchen etc. vielfach nicht mehr drin. In den monatlichen Regelsätzen nach SGB II und SGB XII sind für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel – einschließlich Regionalverkehr – gerade mal 18,41 € im Monat vorgesehen! Wohlgemerkt: Nur für den alleinstehenden Erwachsenen – bei Ehepartnern, Lebenspartnerschaften, Kindern und Jugendlichen sogar noch weniger!

Die „Antwort“ des VRR ist völlig unbefriedigend

Ab dem 1. November gibt es jetzt in Teilen des Verkehrsverbunds VRR probehalber einen neuen Tarif, der sich “SozialTicket” nennt. Er kostet knapp 30 Euro im Monat und gilt für Preisstufe A. Wir fragen uns, für wen dieses Angebot eigentlich gedacht sein soll?

Das ist nicht das Sozialticket, was wir meinten! Denn mit diesem Preis ist der neue Tarif weit von dem entfernt, was ursprünglich von der schwarz-grünen Koalition im Verkehrsverbund versprochen wurde, und weit entfernt
von dem, was sich die meisten der Betroffenen leisten können. Eine Entlastung schafft er allenfalls für die kleine Gruppe unter den Berechtigten, die – etwa aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen – auf die tägliche Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel angewiesen sind.

Offenbar aus Angst vor zu vielen Nutzern (!) wurde von den VRR-Gremien ein Preis beschlossen, der für ein „Sozialticket“ einfach viel zu hoch ist. Wie eng Preis und Nachfrage gerade bei einkommensschwächeren KundInnen
zusammenhängen, zeigten nicht zuletzt die Erfahrungen in Dortmund, wo das lokale Sozialticket Anfang 2010 von 15 auf 30 € „verteuert“ wurde und der Absatz daraufhin massiv einbrach. Die Zahl der AbonnentInnen fiel mit der Preiserhöhung von zuletzt 24.000 auf mittlerweile nur noch 7.000 Abos.

Für das Flugi im PDF-Format: Auf das Bild klicken!

Wir wollen uns nicht mit einem Pseudo-Sozialticket zufrieden geben! Deshalb starten wir an Rhein und Ruhr die Aktion ‚Freifahrt‘, die – solange es noch kein bezahlbares Sozialticket gibt – auf die Solidarität der hier
lebenden Mitmenschen setzt.

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