Antifaschistischer Saubermachspaziergang

Rundgang in Borbeck …

Im Essener Stadteil Borbeck häufen sich Neonaziaktivitäten. Dass dort vermehrt Rechtsradikale wohnen, sieht man vor allem an zahlreichen Schmierereien, Aufklebern und Plakaten rechtsextremen und rassistischen Inhalts. Ebenso wohnen vermehrt organisierte Neonazis und ihre Führungsköpfe in diesem Stadtteil.

Das Auftreten der Borbecker Neonazis ist besonders provokant und aggressiv im Vergleich zu anderen Stadtgebieten. Seit zwei Jahren nun versammeln sie sich am 09. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, mit Fackeln in der Borbecker Innenstadt. Erst Mitte Mai dieses Jahres versuchten die Neonazis um Miguel Becker eine Mahnwache des Bündnis „Essen stellt sich quer“ ,anlässlich der Schändung eines jüdischen Friedhofs, zu stören. Erinnert sei auch an dem bewaffneten Überfall von 15 Rechtsextremen auf Mitglieder der LandesschülerInnenvertretung im Jahr 2009. Hiergegen formierte sich bereits mehrfach Widerstand, den es zu unterstützen und auszubauen gilt.

In den letzten Jahren wurde beispielsweise das in Borbeck stehende Jugendhaus „DatLinks“ immer öfter Opfer rechtsextremer Angriffe. Unter anderem wurde die Häuserfassade mit Hakenkreuzen und nationalsozialistischer Propaganda beschmiert. Mehrfach stürmten die Nazis aus dem Umfeld der Kameradschaft „Nationale Sozialisten aus Essen“
das Gebäude und versuchten die Veranstaltungen zu stören bzw. deren Gäste einzuschüchtern, wobei die Polizei glücklicherweise positiv reagierte und entsprechende Fälle aufnahm und das Jugendzentrum unterstützte.

Es häuften sich zudem auch in jüngster Zeit Gewaltaktionen gegen Jugendliche, die sich gegen Rechtsradikalismus engagieren. So wurden Jugendliche von bekannten Borbecker Neonazis nachts am Borbecker Bahnhof überfallen.

Das sind nur einige Beispiele von Gewalt und Vandalismus, denen gegen Rechtsradikale engagierte. Bürgerinnen und Bürger, vor allem Jugendliche, ausgesetzt sind.

Als Zeichen der Solidarität mit den Opfern rechtsextremer Gewalt und weil wir die Neonaziaktivitäten und ihre Propaganda widerlich und unzumutbar halten, ruft das Bündnis „Essen stellt sich quer“ dazu auf, sich am antifaschistischen Saubermachspaziergang am 23.07.2011 in Borbeck zu beteiligen und die braune Propaganda aus Borbeck zu entfernen.

Beteiligt euch am antifaschistischen Saubermachspaziergang

23.07.2011 | 15 Uhr | Borbeck Bf

gegen zunehmende Neoanaziaktivitäten in Borbeck, die sich durch Überfälle und Einschüchterungsversuche äussern, unter anderem aber auch durch Aufkleber zu erkennen sind.

Am Samstag, 23. Juli 2011 um 15 Uhr beginnt am Borbecker Bahnhof eine Demonstration, die an Straßen vorbeiführt, die von neonazistischen Aufklebern beeinträchtigt werden und auch an den zahlreichen Stolpersteinen in Borbeck vorbeiführt, die an den Nazi-Terror der Vergangenheit erinnern.

Zum Abschluss der Demonstration findet in Essen-Borbeck in DatLinks in der Armstrasse 16-18 ein Rockkonzert statt. Einlass ab ab 17:30 Uhr

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