9.Juli Protestaktion ab 14 Uhr im Grugapark

Am Samstag, den 9.7.2011 ist ab 14 Uhr eine Protestaktion gegen den Ausbau der Messe auf Kosten des Grugaparks …

Noch ist nichts entschieden, und diesmal kommt der Protest mit Sicherheit nicht „zu spät“. Mitklettern und Unterschriften sammeln und nicht darauf hoffen, dass „die Politik“ es schon richten wird:

Es gibt viele Fragen zum Messeausbau – oder Erhalt.

Die Initiative „Rettet den Grugapark“ ist nicht per se gegen einen Messeausbau, möchte aber nicht, dass dieser auf Kosten des Grugaparks geht.

Andere haben dagegen grundlegendere Kritk am Ausbau der Messe geäussert. Wegen der enormen Kosten und weil das Geld woanders bitter nötig ist:

Siehe z.B.: Pressemitteilung von „Essen steht AUF“:
Messe Essen: 200 Mio teures Wunschdenken – Geld fehlt der Daseinsvorsorge

Noch andere sehen ein Dilemma und äussern Ratlosigkeit. Denn auch der Ausstieg aus der Messe würde viel Geld kosten (fast genau so viel wie der gewünschte Ausbau)

Zitat aus aus einer Pressemitteilung PM 4.3.2011 LINKE.Essen:
Messe Essen: Flucht nach vorn – aber wohin?

„Eine Abwicklung zum jetzigen Zeitpunkt würde laut Roland Berger neben 100 Millionen Altschulden zusätzlich 70 Millionen für die Rückabwicklung der Cross-Border-Leasing Verträge kosten. Ebenso einzurechnen sind die 17,3 Millionen Minus des laufenden Jahres und die 2,5 Millionen außerplanmäßige Kapitaleinlage, Hinzu kommen ein Finanzbedarf für das auslaufende Geschäft von 29 Millionen bis 2015. Ergibt 218,8 Millionen Euro. Die Kosten des Rückbaus der Messehallen kommen dazu, …“

Die Finanzierungsfragen zur Essener Messe sind so unerhört komplex,
dass einige Politiker die Instrumente der direkten Demokratie
entdeckt haben (Ratsbürgerentscheid) um diese Entscheidung
an die Bürger los zu werden:

Siehe: http://www.linksdiagonal.de/kommunal/messe-essen/nrz-per-burgervotum-zum-messergebnis/

Aber auch die Bürger brauchen Informationen und Entscheidungsgrundlagen für eine solche Entscheidung. Gefordert wären mehr Informationen, die sogar den Ratsmitgliedern fehlen:

Gabriele Giesecke, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, für DIE LINKE im Aufsichtsrat der Messe Essen: „Eine schnelle Entscheidung für einen Weiterbetrieb ist nach der aktuellen Faktenlage nicht möglich. Um langfristige Investitionsentscheidungen fällen zu können, ist ein vom Eigeninteresse der Messegesellschaft unabhängiges Gutachten erforderlich. Derzeit liegt nicht einmal die Studie von Roland Berger vor. Angesichts der Messe-Überkapazitäten rechnen Experten mit der Schließung der Hälfte aller Messen. Fragen, die ich an die Geschäftsführung der Messe Essen als Aufsichtsratsmitglied gestellt habe, wurden mit dem lapidaren Hinweis auf die Ratsvorlage abgetan. Mit der ‚neuen Offenheit‘ ist es nicht weit her.“

ebenfalls zitiert aus der Pressemitteilung PM 4.3.2011 LINKE.Essen:
Messe Essen: Flucht nach vorn – aber wohin?


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