Flaute, Wind oder Sturm …

4.7.2011: Vortrag zu save.me Düsseldorf

zum „Resettlementprogramm“ = Ansiedlungsprogamm von Flüchtlingen)

In der Ratssitzung der Stadt Düsseldorf vom 30. April 2009 wurde der gemeinschaftliche Antrag der Ratsfraktionen von FDP, CDU, SPD, B90/Grüne mit folgendem Wortlaut einstimmig angenommen:

Der Rat der Stadt unterstützt das Aktionsbündnis „save me“ und erklärt sich bereit, die von der Bundesregierung aus den UNHCR-Resettlement-Programm zugewiesenen Flüchtlinge aufzunehmen und ihnen so die Möglichkeit zu geben, sich in Düsseldorf neu „anzusiedeln“.

Das Aktionsbündnis „save me“ wird in Düsseldorf inhaltlich unterstützt von Wohlfahrtsverbänden, vom DeutschenGewerkschaftsBund (Region Düsseldorf), von Kirchen, Flüchtlingsinitiativen, Bürgerinitiativen, Menschenrechts- und Friedensgruppen und von vielen Einzelpersonen.

Bürger und Bürgerinnen in Düsseldorf warten auf die Zuweisung von Flüchtlingen, die an den Außen- grenzen Europas in Angst und Elend nur mit einer Hoffnung leben: dass Ihnen endlich Schutz gewährt wird, den sie in ihrem eigenen Land und auch in ihrem derzeitigen Erst-Aufnahmeland nicht erhalten. Sie sind – vom UNHCR anerkannte – Resettlement-Flüchtlinge, die auf eine genehmigte Einreise nach Europa, z.B. nach Deutschland, z.B. nach Nordrhein-Westfalen, z.B. nach Düsseldorf warten.

Wir in Düsseldorf sind es leid, immer wieder konfrontiert zu werden mit den erschreckenden Bildern und Nachrichten von ertrunkenen Menschen im Mittelmeer, von den auf Lampedusa gestrandeten Flüchtlingen, von den Schicksalen der Kinder und deren Mütter in Flüchtlingsghettos (z.B. in der Türkei), von den 6000 Flüchtlingen aus Libyen, die in Tunesien (Choucha)vergeblich um Schutz baten.

Wir fordern: Fluchtwege öffnen – Flüchtlinge aufnehmen!

Wir rufen die Politiker in Europa und in Deutschland zum sofortigen Handeln auf – zur tatsächlichen Anwendung des Resettlement-Programms – und versichern ihnen: Düsseldorf heißt diese Flüchtlinge herzlich willkommen!

save-me“ – Aktionsbündnis Düsseldorf c/o Barbara Gladysch ; Geranienweg 5: 40468 Düsseldorf; barbara (at) gladysch.net

Fluchtwege öffnen – Flüchtlinge aufnehmen !

Wichtige Einladung an alle Düsseldorfer, die sich – wie wir – über die Abschottungspolitik der Bundesregierung entrüsten und gemeinsam mit kompetenten Referenten und Referentinnen, mit Landes- und Kommunalpolitikern nach Wegen suchen, wie wir Bürger Einfluss nehmen können, dass sich die vom UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) ausgewählten konkret gefährdeten, schutzbedürftigen, an Europas Grenzen gestrandeten Flüchtlinge in Europa/Deutschland/Düsseldorf „neu ansiedeln“ können. „Das „Resettlement“ ist die derzeit einzig verbleibende Schutzalternative!“

Kommen Sie bitte am Montag, den 04. Juli 2011 um 19:00 Uhr in das Weiterbildungszentrum (WBZ/VHS) Bertha -von-Suttner-Platz (am Hbf Düsseldorf)

Die Referenten sind: Norbert Trosien: UNHCR – Berlin; Hava Zaimi: Flüchtlingsberaterin in Düren; Heinz Drucks: Flüchtlingsrat Nordrhein-Westfalen;

Kurzfilm: „Voices of Choucha“ (Mai 2011) u.a. von PRO ASYL : Im tunesisch-lybischen Grenzgebiet liegt das Flüchtlingslager Choucha, in dem ca. 6000 – vom UNHCR anerkannte Flüchtlinge – verzweifelt auf eine Neu-Ansiedlung in Europa warten, da sie in ihre eigene Heimat nicht mehr zurückkehren können.

Die Moderation macht Pegah Edalatiar von der „save-me“Gruppe, Düsseldorf

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