Quelle: (www.jze-bleibt.de/)

Erklärung der BesetzerInnen des Jugendzentrums Essen Papestraße

Nach Androhung von polizeilichen Repressionsmaßnahmen haben wir, die BesetzerInnen im JZE Papestr. uns am Sonntagabend dazu entschlossen, die erfolgreiche Besetzung zu beenden.

Nach dem letzten regulären Arbeitstag des Jugendzentrums haben wir das Jugendzentrum nicht verlassen, sondern unser Recht auf die Nutzung öffentlicher Räume weiter eingefordert. Über 200 Jugendliche haben mit uns diskutiert, geplant und gefeiert. Mit über 70 TeilnehmerInnen haben wir in den Räumen übernachtet. Wir sind geblieben um gegen die Schließung des Jugendzentrums und die Abwälzung von Krisenkosten zu Lasten der Jugendlichen zu protestieren. Die Nutzung der Weststadthallen sind für uns kein angemessener Ersatz. Weder haben Gruppen dort die Möglichkeit sich zu treffen, noch kann eine offene Kinder- und Jugendarbeit dort in ihrer jetziger Form gewährleistet werden.

Sozialdezernent Renzel und die Polizei zeigten kein Interesse daran, mit uns ins Gespräch zu kommen. Ihr höhnischer Kommentar zu unserer Bereitschaft ein Gespräch zu führen war: „Dialogbereit sind wir, aber nicht am Sonntag und nicht in einem besetzten Jugendzentrum“. Doch wo war der Dialog in den letzten Jahren, als wir und etliche Bürgerinitiativen auf den Wegfall der Jugendarbeit aufmerksam machten? Wir brauchen unser Jugendzentrum jetzt!


Da wir die angedrohten Strafanzeigen und die Ingewahrsamnahmen, bei einer polizeilichen Räumung nicht riskieren können, haben wir uns dazu entschieden in Form einer Abschlussdemo unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen – diese bleiben, auch ohne die Besetzung weiterhin bestehen. Die Solidarität von AnwohnerInnen, der LandesschülerInnenvertretung NRW, Jugendverbänden, FraktionsvertreterInnen und vor allem unserer Freunde und Freundinnen, haben uns nur bestärkt weiterhin für Orte für eine freie Freizeitgestaltung zu kämpfen. Bei dieser einen Besetzung wird es nicht bleiben, es wird weiterhin Protest geben!

Wir fordern:
Das Jugendzentrum Papestr. muss erhalten bleiben
Alle nötigen Baumaßnahmen müssen durchgeführt werden
Ausreichend finanzielle Förderung für Kinder-, Jugend- und Sozialarbeit
Selbstgestalteter Betrieb des JZE durch NutzerInnen und Beschäftigte

Die BesetzerInnen des JZE Papestr.

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