Die DKP Essen erklärt ihre Solidarität mit der Besetzung des JZE und gratuliert den Jugendlichen zu ihrer Aktion.

Für die DKP Essen erklärt Patrik Köbele: „Gut, dass es Jugendliche gibt, die sich nicht alles gefallen lassen – den Politikern, die die Schließung beschlossen haben ist zu wünschen, dass ihnen ihre nächste Fensterrede zur Jugendpolitik im Halse stecken bleibt.“

Die Schließung des zentralen Jugendzentrums in der Kulturhauptstadt 2010 liegt in der Kontinuität der kinder- und jugendfeindlichen Politik der Ratsmehrheit: nach Schließungen und Kürzungen bei Schwimmbädern, Sportstätten und Stadtteilbibliotheken trifft es nun ein Jugendzentrum, das mit seiner über 40-jährigen Tradition und seiner hervorragenden Arbeit seinesgleichen sucht.

Die vielfältigen Aktivitäten, die dadurch verloren gehen werden, hinterlassen eine Schneise, die kaum mehr gefüllt werden kann. Die kirchlichen Träger und die kleineren städtischen Einrichtungen können diese Aufgaben nicht bewältigen. Die Weststadthalle ist vielleicht ein netter Veranstaltungsort, kann jedoch nur einen Bruchteil auffangen. Der sogenannte Umzug des JZE in die Weststadthalle ist letzten Endes auch nur das Ergebnis einer verfehlten Stadtpolitik, hat sich die Stadt die Halle per Vertrag bis zum Jahr 2020 ans Bein gebunden und dies ohne jegliche Konzeption oder Aussicht auf einen Pächter.

Nun sollen wieder Kinder und Jugendliche diese Politik ausbaden. Und das in einer Stadt, die sich „Großstadt für Kinder“ nennt und die aktuell wieder Millionen Euro in der Schweiz verzockt hat. Und das in einer Stadt, die vor kurzem erst wieder feststellen musste, dass die Kinderarmut ansteigt und dem nichts entgegenzusetzen hat.

Die DKP Essen unterstützt die Forderungen des Bündnis: das JZE muss erhalten bleiben und die notwendigen Sanierungsarbeiten umgesetzt werden.

(Quelle: Pressemitteilung 29.05.2011 aus http://www.dkp-essen.de/)

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