Wir sind schockiert. Kommen Sie mit uns zur Mahnwache vor dem jüdischen Friedhof in Huttrop!

Donnerstag, 19. Mai, 18.00 Uhr Steeler Straße/Ecke Knaudtstraße (Straßenbahn-Haltestelle Parkfriedhof)

In der Nacht vom 20. auf den 21. April während des jüdischen Pessach-Festes wurden auf dem jüdischen Friedhof in Huttrop 30 Grabstätten mit Hakenkreuzen und SS-Runen geschändet.

Bewusst wählten Nazis dieses Datum, Hitlers Geburtstag, für ihre ungeheuerliche antisemitische Provokation. Schmierereien mit Nazi-Symbolen, ausländerfeindliche und antisemitische Sprüche sind immer wieder in unserer Stadt zu sehen. Sie werden allzu oft bagatellisiert. Nun diese Eskalation antisemitischer Umtriebe. Wir erwarten, dass die Behörden alles daran setzen, die Täter zu ermitteln.

Bereits im letzten Jahr hatte die NPD, ausgerechnet am 09.November, dem Gedenktag an die Pogromnacht 1938, in Borbeck eine Kundgebung mit Fackeln abgehalten.

Obwohl sie als eine eindeutig offene antisemitische Demonstration beurteilt werden musste, wurde sie nicht verboten. Mit der Begründung der Meinungsfreiheit, durften sich die Neonazis auch an die diesem Tag unter polizeilichem Schutz in Borbeck zusammenrotten.

Wir sind bestürzt, dass Essener jüdische Bürger diese antisemitischen Angriffe erleben müssen. Es ist bitter, dass heute noch jüdische Einrichtungen unter Polizeischutz gestellt werden müssen.

Die Schändung der jüdischen Grabstätten wollen wir nicht schweigend hinnehmen. Wir wollen nicht wegsehen, wenn braune Horden weiter Rassenhass und Antisemitismus in Essen verbreiten. Die Geschichte lehrt uns: Niemals dürfen wir
Nazis unterschätzen. Aus Vergangenheit und Gegenwart wissen wir, wozu Nazis fähig sind. Wir wollen nicht dulden, dass sich neonazistisches Treiben zur Normalität in unserer Stadt einpendelt.

www.Essen-stellt-sich-quer.de
c/o Anti-Rassismus-Telefon , Maxstr. 11,
45127 Essen T/Fax: 0201 – 23 20 60

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