Prof. Dr. Bülent Ucar: Die Zukunft des Islam in Deutschland

In der Sarrazin-Debatte der letzten Monate wurde zum wiederholten Male auf eine sehr plakative Weise das „Integrationsproblem“ der nach Deutschland eingewanderten Migranten und ihrer Nachkommen diskutiert.

Doch zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik hat es durch die Worte des Bundespräsidenten auch eine gesellschaftliche Anerkennung des Islam gegeben. Eine Diskussion über das Existenzrecht und die Wirkungsweise der islamischen Religion in Deutschland wird jedoch zumeist in religiöser Abgrenzung zum Christen- oder Judentum geführt. Doch im säkularisierten Rechtsstaat, der die Religionsfreiheit garantiert, wäre es gesellschaftlich sinnvoller, über die organisatorische Einbindung islamischer Inhalte und Organisationen in das weitverzweigte Institutionengeflecht der Bundesrepublik zu sprechen.

Beispielhaft hierfür ist die Einrichtung universitärer Ausbildungslehrstühle für Imame, von denen einer der gebürtige Oberhausener Prof. Bülent Ucar an der Universität Osnabrück besetzt. Er wird in seiner Rede deutlich machen, welche Facetten des Islam in Deutschland existieren und ob es zukünftig gar eine deutsche Ausformung des Islam geben sollte.

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