Quelle: Email von freunde-der-oase <at> gmx.de

Bericht vom 10.12.2011 …

Das Stehen in der Eiskälte am Gervinusplatz hat sich gelohnt. Auf unserer Bürgerversammlung am 10. Dezember in der Verse waren drei neue Leute da. Von einer ganzen Reihe wissen wir, dass am selben Tag Weihnachtsfeiern waren und sie deshalb nicht kommen konnten. Deshalb waren wir nur 15 Streiter für die Oase. Das Treffen versprach allerdings im Vorfeld Spannung, weil wir Oberbürgermeister Pass eingeladen hatten, um ihm Gelegenheit zu geben, auf unsere Fragen zu antworten. Wir meinen auch, dass dies ein Stil einer guten Kommunalpolitik ist, seinen Wählern – oder auch Nichtwählern – Rede und Antwort zu stehen. Nachdem der OB erst nichts von sich hören lies, fragten wir nochmals nach und erhielten dann eine lapidare Antwort, er sei terminlich verhindert. Zu unserem zweiten offenen Brief wollte er sich nicht äußern. Das enttäuschte die Teilnehmer der Bürgerversammlung einerseits, andererseits haben wir eigentlich nichts anderes erwartet. Es war nicht davon auszugehen, dass Pass Rede und Antwort steht, wieso er sein Wahlversprechen gebrochen hat.

Es gab eine kurze Diskussion, wie ernsthaft die neuen Investoren zu bewerten sind. Die Firma s.a.b. aus Friedrichshafen hat sich bisher hauptsächlich durch PPP-Projekte hervorgetan. Die Stadt will aber ausdrücklich kein Geld zuschießen. Rückfragen bei der Firma s.a.b. bestätigten das, man sei aber nach wie vor in Verhandlungen. Wir halten dies eher für eine Nullnummer, die Hoffnung schüren soll, dass die Oase ohne den Kampf der Schwimmer wieder eröffnet werden könnte. Noch dubioser ist das Angebot einer türkischen Unternehmerin ein Hamam zu eröffnen.

Wir lassen uns keinesfalls unterkriegen, obwohl uns natürlich bewusst ist, dass im Januar 2011 eine Entscheidung ansteht, wenn die Verkaufsverhandlungen platzen, wovon auszugehen ist.

22. Januar 2011:

Wir rufen deshalb zu einer Kundgebung mit Demonstration am Sa. 22. Januar 2011 auf. Bisher ist geplant am Gervinusplatz mit einer Kundgebung zu starten und zum Frohnhauser Markt zu demonstrieren. Dazu wollen wir alle Kräfte einladen, mit denen wir bisher zusammengearbeitet haben, die Kleingärtner, die Leute von Theater und Philharmonie, und …. Am Frohnhauser Markt wollen wir ein offenes Mikrofon machen, wo jeder seine Meinung sagen kann. Wir wollen auch OB Pass und andere Ratsparteien einladen, damit sie Rede und Antwort stehen.

Selbst wenn wir die Wiedereröffnung der Oase nicht durchsetzen können, wollen wir vor den Augen der Öffentlichkeit dokumentieren, wer für die Schließung verantwortlich ist und warum die Interessen der einfachen Menschen, der Badegäste so mit Füßen getreten werden. Am Geld kann es nicht liegen, schließlich ist aktuell Geld da, um sich an der Übernahme der STEAG zu beteiligen.

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